Gedanken zur Woche in Zeiten der Corona-Pandemie

Liebe Leserin, lieber Leser!

„Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der Herr Zebaoth“ (Sacharja 4,6). Von dem großen Heerführer Napoleon stammen diese Worte: “Alexander, Cäsar, Karl der Große und ich haben große Reiche gegründet. Aber worauf beruhen diese Schöpfungen unseres Genies? Auf Gewalt. Jesus hingegen gründete sein Reich auf Liebe. Und zu dieser Stunde würden Millionen Menschen für ihn sterben.

Ich habe zwar auch große Menschenmengen zur Anhängerschaft bewegt: Sie wären für mich gestorben. Aber hierzu musste ich präsent sein. Jesus Christus hingegen zieht durch seinen Einfluss, auch wenn bereits 1.800 Jahre vergangen sind, so sehr die Herzen der Menschen zu sich hin, dass Tausende auf ein Wort hin für ihn durch Feuer und Flut gehen und dabei ihr eigenes Leben nichts wert erachten würden.“

Napoleon war einer der größten Heerführer und Staatsmänner der Welt. Er baute ein Reich auf, welches auf Eroberung, Macht und starken Heeren gegründet war. Doch am Ende erlebte er sein Waterloo. Gott dagegen wählt einen anderen Weg: Nicht durch Heer und Kraft, d. h. Gewalt, will er diese Welt verändern, sondern durch Jesus und den Heiligen Geist. Jesus hat nicht zum Schwert gegriffen. Er wollte keine irdische Herrschaft gründen. Vielmehr ging er den Weg ans Kreuz, um diese Welt von Sünde und Schuld zu befreien. Seitdem haben wir Frieden mit Gott.

Kurz vor seinem Tod kündigte er das Kommen des Heiligen Geistes an. Dieser erschien den Jüngern in Jerusalem. So bildet das Pfingstfest den Geburtstag der Kirche. Menschen lassen sich seitdem von Jesus begeistern und folgen ihm mit Eifer nach. Der Heilige Geist schenkt uns Orientierung und Kraft im Glauben. Gottes Geist lädt uns zum Glauben ein. Ganz besonders in Südamerika und Asien kommt es heute zur Erweckung.

Aber auch bei uns kann es jederzeit zu neuen Aufbrüchen im Glauben kommen. Der Geist weht eben, wo er will. Die Sehnsucht nach Spiritualität und dem Sinn im Leben sind unübersehbar. Jesu Botschaft von der grenzenlosen Liebe Gottes zu uns Menschen ist heute so aktuell wie vor 2.000 Jahren. Da hat Napoleon recht. Wer sich auf Christus einlässt, wird nicht enttäuscht werden. Er bietet so viel: Neues Leben, Gemeinschaft mit Gott, die über den Tod hinausreicht, Sinn, Hoffnung und Freude, die sich auch nicht durch ein Corona-Virus trüben lässt.

All das schenkt uns Gott. Den Heiligen Geist gibt es gratis dazu. Das ist ein echtes Angebot. Tag für Tag dürfen wir um Gottes Geist bitten. Dieser ist nämlich nicht als Gesamtpaket zu haben, sondern in Portionen. Die Einladung Gottes an uns steht. Jetzt müssen wir sie nur noch annehmen.

Seien Sie behütet! Gott befohlen.

Ihr Pfarrer Martin Gohlke

(31.05.2020)