Gedanken zur Woche in Zeiten der Corona-Pandemie

Liebe Leserin, lieber Leser!


Folgendes Bibelwort will uns in der kommenden Woche begleiten: „Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.“ (Joh 3,14 b.15)

Mit diesem Wort weist Jesus auf seinen Tod am Kreuz hin. Er steht zwar erst am Anfang seiner Tätigkeit, als er dies sagt. Doch Jesus als der Menschensohn weiß, was auf ihn zukommt. Er muss erhöht werden und sein kostbares Blut vergießen, damit wir das ewige Leben finden.
Jesus weist damit auf eine Bibelstelle im 4. Mosebuch hin. Dort ist von einer Schlangenplage die Rede. Viele Israeliten mussten deswegen sterben. Mose erhielt von Gott die Weisung, eine eherne Schlange herzustellen. Alle, die auf diese Schlange hoch schauten, sollten Rettung erfahren. Und tatsächlich: Selbst die, die gebissen wurden, überlebten!
Dieses Wunder bezieht Jesus auf sich selber: Jesus muss wie die eherne Schlange erhöht werden. D.h. er muss am Kreuz sterben. Alle, die auf das Kreuz schauen, erfahren ebenfalls Rettung und das ewige Leben.

Besonders jetzt in der Zeit der Corona-Pandemie will uns dieses Bild helfen und uns Mut verleihen.
Wenn wir um uns oder nach unten schauen, sehen wir viel Chaos, Resignation und Mutlosigkeit. Die Corona-Zahlen gehen trotz des Lockdowns nicht nach unten, sondern steigen weiter an. Die neuartigen Mutationen sind sehr gefährlich. Dabei sind erst 10 % der Deutschen geimpft, während Länder wie Israel oder Großbritannien schon viel weiter sind. Die Angst sich anzustecken, greift immer weiter um sich.

Aus diesem Grund kommt unser Wochenspruch genau richtig. Er teilt uns mit: Was auch kommen mag: Jesu Kreuz schafft Gemeinschaft mit Gott und ewiges Leben.
Dieses irdische Leben ist nicht alles, denn das Schönste kommt noch, nämlich das neue Leben bei Gott. Dieses zeichnet sich durch die unverbrüchliche Gemeinschaft mit Gott aus. Dann werden endlich alle unsere Fragen, die wir uns heute stellen, beantwortet. Krankheit und Tod werden der Vergangenheit angehören. Und wir werden die wiedersehen, die uns vorangegangen sind.
So lädt uns Jesus heute ein, ihm unser Leben anzuvertrauen und an ihm zu glauben. Unser Ja zu ihm bewirkt nämlich, dass wir für immer und ewig zu ihm gehören dürfen. Wir müssen dabei keine Leistungen bringen, denn unser Ja zum Herrn Jesus reicht vollkommen aus.
So dürfen wir uns an diesem Tag freuen und zuversichtlich nach vorne blicken. Mit Jesus haben wir nämlich Zukunft, die weit über dieses Leben hinaus reicht.

Gott befohlen! Seien Sie behütet!

Ihr Pfarrer Martin Gohlke
(28.03.2021)